Wie fühlt es sich an, auf die Hilfe eines anderen angewiesen zu sein? Wieso ist es wichtig, sich die Hände sachgemäß zu desinfizieren? Und worauf kommt es bei der Zubereitung von Lebensmitteln in einer Pflegeeinrichtung an? Das und noch viel mehr durften Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule Schwäbisch Hall vor Kurzem im Rahmen des Schulsozialprojektes „Voll Sozial“ auf dem Gelände des Diakoneo Sonnenhof Schwäbisch Hall erfahren. Das Projekt wurde in Kooperation zwischen dem Landratsamt Schwäbisch Hall, dem Diakoneo Sonnenhof und der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule veranstaltet. Im Rahmen von Workshops wurde den Teilnehmenden die Themen Inklusion und Teilhabe nahegebracht. Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler die Berufe des Heilerziehungspflegers, des Heilerziehungsassistenten, des Hauswirtschafters und des Kaufmanns für Büromanagement praxisnah kennenlernen.
Pflegebedürftig: Wie fühlt sich das an?
Im Rahmen des ersten Workshops „Kinaesthetics“ drehte sich für den Nachwuchs alles rund um Bewegung und Pflege. „Die Schüler konnten unter anderem ausprobieren, wie es ist, aus einem Rollstuhl gehoben zu werden oder wie es ist, wenn man das Essen mit einem Löffel von einer anderen Person gereicht bekommt“, erzählt Nicole Reichle, Stabsstellenleiterin in der Kreiskämmerei des Landratsamtes, die die Veranstaltung mitorganisiert hat. In einem nächsten Schritt stand die Hauswirtschaft im Fokus. Beim Gestalten eines Obsttellers erhielten die Teilnehmenden unter anderem wichtige Hinweise darauf, weshalb die Einhaltung der Hygiene und eine gesunde sowie abwechslungsreiche Ernährung so wichtig sind. Ergänzend erhielten sie Tipps zur richtigen Technik beim Händedesinfizieren – und konnten direkt im Anschluss unter der UV-Lampe kontrollieren, ob sie diese korrekt angewendet hatten. Darüber hinaus berichteten Auszubildende aus ihrem Berufsalltag und beantworteten während und nach den Workshops Fragen rund um die Lerninhalte.
Last, but not least erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene Freizeitaktivitäten wie etwa das Bogenschießen oder Jazzminton auf dem Gelände kennenzulernen. „Das Schulsozialprojekt ‚Voll Sozial‘ geht weit über den reinen Wissenserwerb hinaus“, hebt Landrat Gerhard Bauer hervor. „Die Fähigkeiten, die den teilnehmenden Jugendlichen mit auf den Weg gegeben wurden, sind ein Gewinn für ihre persönliche und berufliche Zukunft.“ Und Praxisanleiterin Patricia Danner vom Diakoneo Sonnenhof ergänzt: „Unser Konzept verbindet Lernen mit echten Alltagserfahrungen. Die Teilnehmer entwickeln wichtige Kompetenzen und lernen unsere Einrichtung kennen.“