Gelungene Premiere unseres neuen Formats für die Klassenstufe acht
Nach dem Motto „Ran an die Werkzeuge, fertig, los!“ hatten die Lernenden unserer Schule am Donnerstag, den 9. Juli, in zwei verschiedenen Workshop-Runden im Rahmen eines Handwerker- und Gesundheitstages die Gelegenheit, auch einmal ganz praktische Erfahrungen in verschiedenen Gewerken zu machen. Auch praktische Berufe aus dem Gesundheitswesen ergänzten unser Angebot.
Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich bei den Vertretern der verschiedenen Firmen sehr gut aufgehoben. Sie wurden als sehr hilfsbereit, geduldig und freundlich beschrieben. Die Jugendlichen stellten sich sämtlichen Herausforderungen im Umgang mit Schleifpapier, Rohrschneider, Rollstuhl & Co. Bei Binderholz benötigte das Bauen einer Tischlampe mehr Zeit als geplant, weshalb die Schülerinnen und Schüler mehr Zeit bekamen, um ihr Projekt fertigzustellen. Ganz so, wie es auch beim Lernen an unserer Gemeinschaftsschule üblich ist.
Einige der Teilnehmenden waren beim Führen des Baggers von Wolff & Müller so begeistert, dass sie auch hier noch mal mehr Zeit investierten. Ein Parkour wurde als großer Wunsch für die nächste Workshop-Runde geäußert. Ganz praktische Ideen gab es bei Heizungstechnik und Sanitär Mack bei der Frage, wie man einen verlorenen Ring wieder aus dem Abguss retten kann. Auch das Verfolgen eigener Ideen und das Vertrauen auf das eigene Bauchgefühl waren hier ein wichtiges Element, bevor dann unterschiedliche Rohrtypen fachmännisch gebogen wurden.
Die Sport- und Physioschule Waldenburg ermöglichte mithilfe eines Exit-Spiels Beratungssimulationen, körperliche Erfahrungen und Herausforderungen auszuloten. Bei Elektro Erkert wurde fleißig gewerkelt, um das richtige Montieren von Verlängerungskabeln zu erproben.
Eine entspannte Arbeitsatmosphäre beim Einsatz von Geräten und Werkzeugen gab es bei ALUCA, wobei an Aluminiumkoffern für Fahrzeuge gearbeitet wurde. Beim Team von Dienste für Menschen gab es Einblicke in die menschliche Anatomie. Es wurde der richtige Gebrauch eines Rollstuhls geübt und erlebbar gemacht, wie Menschen mit einer Seheinschränkung ihre Umwelt wahrnehmen. Aber auch das Berufsfeld Hauswirtschaft wurde mit der Herstellung von Kräutersalz greifbar: „Unser Fachraum hat noch nie so gut geduftet“, so Dagmar Zwilling, Berufsorientierungsbeauftragte.
Alle Beteiligten waren von diesem Format angetan. Dagmar Zwilling sieht hier einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen des Berufswahlkonzepts der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule.