Erstes gemeinsames Bläserklassenfestival vier verschiedener Schulen aus der Region an der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule
Die Aula der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule wurde am Dienstagabend zum musikalischen Treffpunkt: Beim ersten Bläserklassenfestival kamen junge Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Schulen der Region zusammen, um unter dem Motto „Musik verbindet – wir bringen die Bühne zum Klingen“ ihr Können zu präsentieren. Dabei ging es vor allem darum, den Schülerinnen und Schülern eine Bühne zu bieten, um ihr Gelerntes vorzustellen. Mit dabei waren die Eichendorffschule Crailsheim, das Evangelische Schulzentrum Michelbach, die Lupold-von-Bebenburg-Schule Rot am See sowie die Bläserklasse der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule Schwäbisch Hall.
In einem abwechslungsreichen und kurzweiligen Programm zeigten die teilnehmenden Gruppen, wie vielfältig musikalisches Lernen an Schulen heute aussehen kann. Jede Schule gestaltete zunächst einen eigenen Auftritt und brachte dabei ihre musikalischen Schwerpunkte auf die Bühne. Den gemeinsamen Höhepunkt bildete der Abschluss des Konzerts, bei dem alle hundert Kinder zusammen musizierten. „Das Publikum war aus dem Häuschen und für die Musikerinnen und Musiker war es eine tolle Erfahrung“, resümiert Friedrich Mück nach dem Abend.
Gastgeber des Abends war die Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule Schwäbisch Hall. Unter der Leitung von Friedrich Mück präsentierte sich auch die dortige Bläserklasse dem Publikum. Für die Schule war das Festival nicht nur ein Konzertabend, sondern auch ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert gemeinsames Musizieren im Schulleben einnehmen kann. Die Bewirtung übernahm die Klassenstufe 5 der Johannes-Brenz-Gemeinschaftsschule, sodass auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt war.
Auch die Gäste aus Crailsheim, Michelbach und Rot am See brachten eindrucksvolle Einblicke in ihre musikalische Arbeit mit. Die Eichendorffschule Crailsheim kann dabei auf eine lange Tradition zurückblicken: Bereits im Schuljahr 2011/2012 wurde dort die erste Bläserklasse gegründet. Seitdem hat sich das musikalische Angebot zu einem festen Bestandteil des Schullebens entwickelt. Jährlich musizieren dort nahezu 100 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 in den Bläserklassen. Die musikalische Leitung setzt sich hier aus Sandra Freisinger und Luise Schönek zusammen. Ein besonderes Highlight im Jahreslauf ist dort traditionell das Konzert „Rocking around the Christmas Tree“, das durch intensive Bläsertage in der Geislinger Mühle vorbereitet wird.
Die Lupold-von-Bebenburg-Schule Rot am See brachte ebenfalls eine noch junge, aber bereits fest verankerte Bläserklassentradition mit. Dort wurde zu Beginn des Schuljahres 2022/2023 die erste Bläserklasse unter der Leitung von Stephan Tissen gegründet. Seitdem hat sich das Angebot zu einem wichtigen Bestandteil des Schullebens entwickelt. Im Schuljahr 2025/2026 konnte aus der Bläserklasse sogar ein Schulorchester hervorgehen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Musikverein Rot am See durchgeführt. In den zurückliegenden Monaten begleiteten sie unter anderem Stolpersteinverlegungen, Weihnachtskonzerte auf dem Rathausplatz, Schultheateraufführungen, ein Kinderkonzert, den Gottesdienst an Christi Himmelfahrt sowie Konfirmationen in Rot am See.
Das Evangelische Schulzentrum Michelbach war mit einer Band vertreten, die aus rund 20 Schülerinnen und Schülern der 6. und 7. Klasse besteht. Die Gruppe musiziert seit etwa einem Jahr unter der Leitung von Anne Böhme in dieser Besetzung gemeinsam und konnte bereits bei der großen Musicalproduktion des Schulzentrums Bühnenerfahrung sammeln. Besonders reizvoll ist die bunte Mischung der Instrumente: Von Flöte über Klavier bis hin zum Cello ist vieles vertreten; etwa die Hälfte der Kinder spielt ein Blechblasinstrument und kommt aus der Brass Academy.
Für die Schülerinnen und Schüler bedeutete der Abend eine wichtige Gelegenheit, das im Unterricht und in den Proben Erarbeitete zu präsentieren. Viele von ihnen konnten dabei wertvolle Bühnenerfahrung sammeln. Das Fazit des Abends war dabei so einfach wie überzeugend: Musik verbindet Schulen, Kinder, Lehrkräfte, Eltern und die Region – oder in den Worten Friedrich Mücks: „Es war abartig heiß, es war aber wirklich cool, richtig, richtig gut.“
